FREMDENZIMMER: SCHLOß die RHÔNE die ALPEN

Die Geschichte des Château d’Origny

Das Château d’Origny bei Roanne in der Region Rhône-Alpes wurde Ende des 16. Jahrhunderts vom wohlhabenden Jean Dongui errichtet.

Dieser Steingutfabrikant aus Roanne war seiner Zeit der Bestbegüterte der Region und von Roanne.

Kurz nach seiner Errichtung ging 1690 Origny durch Heirat an die Familie Luzy-Couzan über, deren Wappen das Giebeldreieck der Ostfassade ziert. In ihrem Besitz blieb das Schloss, bis es vor der Französischen Revolution an die Familie de Foudras verkauft wurde.

Anfang des 19. Jh., als Thermalbäder besonders in Mode kamen, ließ Théodore Louis-Auguste de Foudras, ein talentierter Romancier, um 1850 den Mineraliengehalt mehrerer Quelle unweit seines Schlosses analysieren. Mit Genehmigung der medizinischen Akademie speisten diese dann ein zu diesem Zweck eingerichtetes Thermalbad.

Diese Familie bewahrte Origny und verkaufte es 1909 an die Comtesse de Grassin, deren Tochter am 7. August 1935 im Erdgeschoss des Schlosses ermordet wurde. Dieses düstere Ereignis sorgte damals für Aufsehen und ist bis heute ungeklärt.

Die Comtesse verkaufte das Anwesen 1938 an den Bischof Marius Chalve, der es 1939 als Alterssitz für einen polnischen Nonnenorden eröffnete, der bis 1958 bestand. Dann ging Origny in den Besitz der Familie Matt über und wurde 2007 von der Familie de Clippel erworben, die das Schloss renovierte, um luxuriöse Gästezimmer einzurichten.